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Welche Rolle spielen Fehlbesiedelungen und
Infektionen bei Schlafstörungen?

Schlafprobleme durch Keime an der falschen Stelle

Mögliche Ursachen

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Fehlbesiedelungen & Infektionen

Manche Keime erzeugen Beschwerden, wenn sie an den falschen Stellen im Körper auftauchen. Die Medizin spricht dann von „Fehlbesiedelung“. So gibt es zum Beispiel Keime, die natürlicherweise in der Darmflora zu finden sind (Escherichia coli). Aber in Blase und Nieren können diese Keime Erkrankungen verursachen. Solche Fehlbesiedelungen können auch in Darm und Genitalbereich auftreten.

Auch eine Unter- oder Überbesiedelung der Darmflora von Dick- oder Dünndarm mit veränderter Zusammensetzung von Keimen kann sich auf das Gesamtbefinden erheblich auswirken. Mögliche Folgen sind: Bauchschmerzen, Blähungen, eine Anfälligkeit für Nahrungsmittelunverträglichkeiten und eine erhöhte Infektanfälligkeit.

Gestörter Schlaf durch Infektionen mit pathogenen Hefen

Manche Keime machen Menschen generell krank. Deshalb sollte zum Beispiel eine Infektion mit pathogenen Bakterien (wie Helicobacter pylori) und Hefen (z. B. aus der Gattung Candida spec.) und Parasiten unbedingt geprüft und im Falle eines positiven Ergebnisses ärztlich behandelt werden. Am Beispiel der pathogenen Hefen sollen die Auswirkungen von Infektionen auf den gesunden Schlaf verdeutlicht werden.

In der jüngeren westlichen Fachmedizin kennt man den Zusammenhang zwischen Schwächungen des Immunsystem und Infektionen mit pathogenen Hefen. Candida albicans, Candida species und Hefepilze, die sehr häufig auf den Schleimhäuten von Mund und Rachen, im Verdauungstrakt sowie im Genitalbereich nachgewiesen werden, sind prominente Beispiele. Magen und Darm, Milz, Leber, Galle, Nieren und Blase können von derartigen Infektionen mit pathogenen Hefen angegriffen und in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Zwischen diesen Hefen und den pathogenen Bakterien gibt es einen bekannten, aber wenig erforschten Triggerfaktor. Es ist belegt, dass sich im Umfeld der Hefen z. B. Klebsiella spec. und Staphylococcus aureus stark vermehren.

Die Hefen triggern das Wachstum dieser Bakterien. Ohne Beachtung dieses Prinzips, kommt es vermehrt zum Versagen notwendiger Antibiosen. Außerdem vermehren sich diese Hefen (Pilze) gleichzeitig unter der Antibiotikagabe. Ein schwieriger Kreislauf beginnt, und im Kern entstehen zwei wesentliche Probleme:

  1. Unter der Antibiose kommt es zu einer drastischen Vermehrung der Hefen. Sie führen nicht nur zu verstärkten Beschwerden. Weitere Antibiotika werden gegeben, um die Bakterien erneut zu bekämpfen. Die Hefen werden so auch zum gefährlichen Primärkeim. Je nach Umstand kann sich aus beiden Erregern eine Sepsis entwickeln.
  2. Durch häufig wiederholt durchgeführte Antibiosen können Bakterien zu MRSA-Erregern werden. Zudem wird der körperliche Gesamtzustand doppelt geschwächt. Dies kann im Einzelfall, ebenso wie bei den Hefen, in kurzer Zeit bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.

Eine verantwortungsvolle Diagnose und Therapie lässt diese Situation gar nicht erst entstehen bzw. versucht diese zu vermeiden. Sie wird – bei entsprechenden Anzeichen – rechtzeitig die Hefen diagnostisch und therapeutisch beachten. Die Möglichkeit eines Therapieversagens bei der gewünschten Antibiose wird dadurch deutlich reduziert.

Schon vor Jahrzehnten beklagten führende Wissenschaftler die fehlende mykologische Ausbildung der Universitäten, die leider weiter abnimmt. Dies hat zur Folge, dass die Mykologie nicht mehr selbstverständlich integrierter Bestandteil der medizinischen Versorgung ist.

In Normamed-Standards ist die Mykologie mit dem Stand der Wissenschaft vollständig enthalten. Die Normamed-Vertrauensärzte führen im Rahmen dieser Standards die notwendige Diagnostik durch, die durch den Normamed-Verfahrensablauf und das Monitoring gesichert wird. Die Vertragslabore sind für die Auswertung besonders geschult.

Auf der Normamed-Homepage wird ein wichtiger Teil der wissenschaftlichen Literatur sowie auch laienverständliche Erläuterungen zum Thema zum kostenlosen Download und als allgemeines Nachschlagewerk zur Verfügung gestellt.

Damit soll ein Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung geleistet und nachhaltig auf die Notwendigkeit der Lehre verwiesen werden.

Petrischale Candida
links: Candida unter dem Mikroskop, rechts: Abstrich in der Petrischale

Pathogene Hefen können bei verschiedenen Beschwerden mitursächlich sein, z. B. bei:

  • Immunschwäche und Infektanfälligkeit
  • akuten und chronischen Magen-Darm-Erkrankungen
  • schweren chronischen Entzündungen
  • Nahrungsunverträglichkeiten
  • Störungen der Leber-, Gallen- und Nierenfunktion
  • Erkrankungen der Schleimhäute
  • Erkrankungen der Haut (z. B. Akne, Neurodermitis)
  • rezidivierenden Infektionen durch verschiedene Erreger
  • chronischen und/oder wechselnden Schmerzen
  • Störungen des Immunsystems
  • rheumatischen und polyarthritischen Beschwerden

Mögliche Symptome können sein: Schlafstörungen, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Erschöpfung, Verdauungsbeschwerden, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Erkrankungen der Haut, vorzeitige Alterung und sogar psychische Beschwerden.

Schema Candida Albicans

Wie wirken pathogene Hefen im Körper?

Pathogene Hefen irritieren das Immunsystem, greifen Zellen an, ernähren sich von diesen und erzeugen durch ihren eigenen Stoffwechsel Gifte wie Fuselalkohole. Diese Fuselalkohole müssen von der Leber gespalten und von den Nieren ausgeschieden werden.

Portrait Prof. Dr. Dr. H.-H. Rieth
Prof. Dr. Dr. H.-H. Rieth

Eine durchschnittliche Candidose im Magen-Darm-Trakt kann zwischen einem halben und einem Liter giftigen Alkohol pro Tag produzieren – mit Auswirkungen auf den gesamten Körper (vgl. hierzu z. B. Rieth, Hans (1979): Hefe-Mykosen. Erreger – Diagnostik – Therapie. München, Berlin, Baltimore, 1979, S. 135). Fuselalkohole können Leber und Nieren so stark belasten, dass dadurch eine Fettleber entstehen kann. Sie können chronische Kopfschmerzen und Migräne verursachen. Selbst die Entstehung von Leber- und Nierenkrebs wird in der wissenschaftlichen Fachliteratur mit bestimmten pathogenen Hefen in Verbindung gebracht.

So lassen sich pathogene Hefen behandeln

Pathogene Hefen lassen sich, sofern man weiß, um welchen Erreger es sich exakt handelt und wo im Körper er sich angesiedelt hat, generell gut behandeln. Dazu bedarf es einer besonderen Systematik und großer Sorgfältigkeit in Diagnostik und Therapie. Im ersten Schritt ist es entscheidend, eine Gesamtdiagnostik zu stellen, bevor die Einzeldiagnostik gestellt wird. Im zweiten Schritt sollten neben der Eradikation der Erreger zugleich präventive Therapiemaßnahmen ergriffen werden, um einer erneuten Infektion vorzubeugen.

Im Rahmen der Normamed-Standards werden daher in das Vorgehen die Erkenntnisse der Forschungsarbeiten von Prof. Dr. Dr. H.-H. Rieth (1914-1994) integriert, der sich als Mykologe zeitlebens um die Erforschung von pathogenen Hefen und deren Bedeutung für vielfältige Erkrankungen verdient gemacht hat. Die mykologische Forschung, die sich u. a. mit der Entstehung und Wirkung von Pilzerkrankungen befasst, ist ein wesentlicher Bestandteil des integrativen Diagnostikansatzes von Normamed. Vertiefende Informationen über mykologische Forschungserkenntnisse finden Sie auf der Normamed-Webseite in ausgewählten Fachpublikationen.

Wo setzt die Normamed-Ursachenmedizin an?

Mit dem Normamed Check-up STANDARD wird untersucht, ob und ggf. welche Infektionen in Ihrem Körper vorliegen. Dieses sehr hochaufgelöste Bild Ihres aktuellen Körperstatus hilft dabei, Ihren Gesamtzustand individuell zu bewerten und mögliche Hinweise für eine nachhaltige Therapie Ihrer Schlafstörungen zu finden. mehr erfahren